EuroBasket 2025: DBB-Team legt zweiten Erfolg nach
Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat bei der EuroBasket 2025 (27. August bis 14. September 2025 in Tampere/FIN und Riga/LAT) nach dem Auftaktsieg gegen Montenegro einen zweiten Erfolg nachgelegt. Gegen Schweden gab es ein 105:83 (27:17, 32:25, 25:24, 21:17) für das Team von Interims-Bundestrainer Alan Ibrahimagic. Schon morgen um 12.30 Uhr geht es mit der Partie gegen Litauen weiter (ab 11.45 Uhr kostenlos bei MagentaSport und live im TV bei RTL). Sehr ordentlich Deutschland musste heute ohne Center Johannes Voigtmann auskommen, der wegen Belastungssteuerung als Vorsichtsmaßnahme geschont wurde. Die DBB-Auswahl begann mit Dennis Schröder, Andreas Obst, Franz Wagner, Daniel Theis und Isaac Bonga. Schweden musste mit Pelle Larsson und Simon Birgander ebenfalls auf zwei wichtige Akteure verzichten. Unter den Augen von Vivek Ranadivé, Doug Christie und B.J. Armstrong, Owner, Head Coach und Assistant General Manager des neuen Schröder-Klubs Sacramento Kings, startete das Spiel. Bonga kümmerte sich um Ludvig Hakanson, der im ersten Spiel der Schweden gegen Finnland überragt hatte. Zweimal Schröder auf Theis, zwei Dunks, dann Franz im Fastbreak, die Defense stand hervorragend (6:0, 3.). Als Theis seinen bereits sechsten Punkt machte, nahm Schweden die erste Auszeit (8:0, 3.). Schweden kam zu seinen ersten Punkten, aber Schröder checkte mit einem ganz weiten Dreier ein (13:5, 5.). Dann ging der Rhythmus durch zwei technische Fouls der Deutschen verloren und Schweden kam auf 13:12 heran (6.). Das DBB-Team schüttelte sich und fand wieder in die Spur (19:12, Freiwürfe Tristan, 7.). Zur ersten Viertelpause hatte man ein sehr ordentlich agierendes deutsches Team gesehen (27:17, Dreier Maodo Lo). Komfortabel Deutschland war jetzt das bessere Team, offenbarte aber defensiv hin und wieder einige Abstimmungsprobleme. Lo zeigte sich hellwach und traf einen weiteren Dreier (32:19, 12.). Justus Hollatz ließ sich ebenfalls nicht lange bitten und netzte aus acht Metern zum 35:19, Auszeit Schweden. Hakanson nutzte seine ersten Freiheiten und beim 35:25 holte Ibrahimagic seine Spieler zusammen 14.). Schröder und Theis agierten gemeinsam bärenstark und fanden immer wieder einen Weg durch die gegnerische Defense (40:27, 15.). Als dann „auch noch“ Obst einen Dreier versenkte, wähnte man die deutsche Mannschaft auf einem guten Weg (45:29, 16.). Schweden ließ sich aber nicht vollends abschütteln. Franz traf von jenseits der Dreipunktelinie und machte auch die Punkte zum 50:35 (18.). Zur Pause sah der Vorsprung komfortabel aus (59:42). Boxscore Fotos: DBB/Camera 4 EuroBasket 2025: Infos, Stats, Ergebnisse, Tabellen Herr der Lage Nun galt es, auch angesichts des erneut frühen morgigen Spiels gegen Litauen, schnell für eine Entscheidung der Partie zu sorgen, um möglichst einige Kräfte sparen zu können. Und das DBB-Team stellte durch Franz und Bonga auf 66:45 (22.). Das Spiel pendelte in diesen Minuten immer um einen 20-Punkte-Vorsprung der DBB-Korbjäger (71:51, 25.). Es wuden fleißig Dreier ausgetauscht, am generellen Spielverlauf änderte sich aber nur wenig. Immer wieder packte die deutsche Defense zu, wenn es wichtig war, und setzte damit Zeichen. Schweden steckte nicht auf, aber Deutschland blieb Herr der Lage (80:59, 28.). Trotz einer kurzen schwächeren Phase waren die Deutschen nach 30 Minuten klar auf der Siegerstraße (84:66). Die nächsten 100 Ibrahimagic gab allen elf Akteuren Spielanteile. Schweden ließ nicht nach, es war auch weiterhin die volle Konzentration des Weltmeisters erforderlich. Als Schröder nach 32 Minuten zum 89:69 legte, waren letzte Zweifel ab euben deutschen Erfolg. Ganz in Ruhe und mit viel Übersicht und Spielfreude spielte die deutsche Mannschaft die Abschlussminuten herunter. Oscar setzte sich einige Male unter dem Korb durch, Schröder dribbelte seine Gegner aus und Lo machte mit einem Layup die 100 voll. Beim 105:80 (38.) räumte Tristan spektakulär unter dem eigenen Korb auf , zehn der elf Spieler hatten sich auf dem Scoreboard eingetragen und der schwedische Head Coach Mikko Riipinen rief sein Team 30 Sekunden vor Schluss nochmals zum Timeout. Ein schwedischer Dreier fiel noch, dann ertönte die Schlusssirene und das deutsche Team gewann auch das zweite Spiel deutlich mit 105:83. „Momentum mitnehmen“ Alan Ibrahimagic: „Natürlich ist es zwischendurch nicht einfach, man ist mit 17 vorne, aber darf sich auch nicht darauf ausruhen. Trotzdem haben wir das gesamte Spiel gut kontrolliert und den Sieg am Ende sicher nach Hause gefahren. Es ist immer gut, wenn Fans in der Halle sind. Auch wenn es gegnerische Fans sind, denn dann ist Stimmung in der Halle, was den Spielern nochmal extra Motivation gibt. Morgen wartet mit Litauen der vermeintlich schwerste Gruppengegner, darauf fokussieren wir uns jetzt.“ Isaac Bonga: „Wir wollen immer gut in das Spiel starten und direkt eine Message senden. Das ist uns heute gut gelungen und wir hoffen, dass wir das Momentum aus den ersten beiden Spielen jetzt mit ins das Spiel gegen Litauen nehmen können.“ Für Deutschland spielten Name Punkte Verein Isaac Bonga 9 Partisan Belgrad/SRB Maodo Lo 13 Zalgiris Kaunas/LTU Oscar da Silva 6 FC Bayern München Tristan da Silva 7 Orlando Magic/USA Franz Wagner 21 Orlando Magic/USA Daniel Theis 11 AS Monaco/FRA Dennis Schröder 23 Sacramento Kings/USA Justus Hollatz 3 FC Bayern München Leon Kratzer 0 FC Bayern München Johannes Thiemann 6 Gunma Crane Thunders/JAP Andreas Obst 6 FC Bayern München